| Forschungsgruppe Spracherleben » "Biografische Zugänge in der Sprachwissenschaft" |
Die Forschungsgruppe Spracherleben veranstaltete gemeinsam mit Brigitta Busch und Hans-Jürgen Krumm einen Verbal-Workshop im Rahmen der 36. österreichischen Linguistiktagung in Wien.
Der Tagungsbericht soll einen Rückblick auf die Veranstaltung ermöglichen:
Tagungsbericht deutsch(pdf, 29,6 kB)
Conference report english(pdf, 89,5 kB)
Fotos(pdf, 455,7 kB)
Programm 7. Dez. 2008. (pdf, 71,3kB)
Abstracts(pdf, 122kB)
In der Mehrsprachigkeitsforschung kommt biografisch orientierten Zugängen eine wachsende Bedeutung zu. Dieser sprecherInnenzentrierte Zugang kommt u. a. zur Anwendung, wenn es um Fragen von Spracheinstellungen und Metasprachdiskursen, affektiven Bezügen in Spracherwerb und Sprachgebrauch, Sprache und Identität oder Sprache und Macht geht. In der Datenerhebung greift die biografisch orientierte Forschung nicht nur auf narrative Interviews, Tagebücher oder literarische Quellen zurück, sondern auch auf visuelles Material und kreative Methoden und setzt sich dadurch verstärkt mit Multimodalität auseinander. Aktuelle Diskussionen beschäftigen sich auch damit, welches Verständnis des Subjektbegriffs, des narrativen Prozesses und des Textes einer biografisch orientierten Forschung zugrunde gelegt wird. Insbesondere interessiert uns deren mögliche Verschränkung mit der Kritischen Diskursanalyse.
Neben einem Überblick über aktuelle Forschungen war der Workshop vor allem der Diskussion um methodische Ansätze in der Sprachbiografieforschung gewidmet.
Für das Eröffnungsreferat des ganztägigen Workshops an der ÖLT 2008 konnte Rita Franceschini (Freie Universität Bozen) gewonnen werden.